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Von der Blüte in die Wabe ...

... dauert es ca. 5 Tage.

Die Bienen sammeln Nektar und Honigtau als Reserve für eine Zeit, in der sie in der Natur nichts mehr finden. Vom Sammeln des Nektars bis zum Einlagern des Honigs benötigen die Bienen diese Zeit, um den Nektar in Honig umzuwandeln und zu trocknen.

Die Zusammensetzung des Nektars hängt von verschiedenen Faktoren ab. Z.B. von der Pflanzenart, welche die Bienen anfliegen, aber auch von den äußeren Bedingungen. Die Bodenbeschaffenheit, die Temperatur sowie Licht und Wasser spielen eine Rolle. Den Nektar wandeln die Bienen um in Blütenhonige.

Die zweite Quelle, aus der Bienen ihre Rohstoffe "schöpfen", ist der Honigtau. Bienen sammeln Honigtau von den Nadeln der Koniferen, aber auch von Linden und Ahornblättern. Sie machen daraus Honigtauhonig, den wir z.B. als Wald- oder Tannenhonig kennen. Die Honigtauhonige sind meist dunkler und flüssig.

Um an eine Futterquelle zu gelangen legen die Bienen große Strecken zurück. Sie fliegen dazu bis zu 10 Kilometer weit. Meist sind es jedoch ca. 2 bis 3 Kilometer. Je kürzer, desto effektiver.

Dabei bringt jede Biene ca. 0,05 Gramm Nektar oder Pollen mit nach Hause, welches in etwa ihrem halben Körpergewicht entspricht. Etwa 10% davon werden als "Flugsprit" selbst verbraucht.

Honig kann bis zu 30 verschiedene Zuckerverbindungen enthalten und ist überhaupt nicht mit Haushaltszucker, wie wir ihn kennen zu vergleichen.

"Hauptanteile der Zucker im Honig stellen Fruchtzucker (Fructose ca. 34-45%) und Traubenzucker (Glucose ca. 26-41%) dar. Außerdem sind im Honig neben Pollen noch verschiedene Enzyme (Fermente), Mineralstoffe, wenige Vitamine sowie Duft- und Aromastoffe enthalten." (1) Auszug aus der Honig-Fibel, Landwirtschaftkammer NRW

 

Die Bienen fügen den eingetragenen Nektar und Honigtau Enzyme bei, um die Nahrung besser weiterverarbeiten zu können und den sich langsam bildenen Honig haltbar zu machen. Die Enzyme sind teilweise licht- und wärmeempfindlich. Es ist daher wichtig, den Honig unter den richtigen Bedingungen (dunkel und kühl) zu lagern.

 

Von der Wabe ins Honigglas ...

... ist es ebenfalls ein weiter Weg.

Zum Einlagern und Haltbarmachen wird der Honig von den Bienen bis zu einem Wassergehalt von unter 20% getrocknet. Die gefüllten Honigwaben werden dann von den Bienen mit einem Wachsdeckel verschlossen.

Nun gilt es für den Imker den richtigen Zeitpunkt für die Ernte abzuwarten. Am besten wird bei einem Wassergehalt des eingelagerten Honigs von unter 18% geerntet. Geprüft wird dies, indem der Wassergehalt  mit einem Refraktometer gemessen wird. Liegt der Wassergehalt über 18-20% muss mit der Ernte noch einige Tage gewartet werden.

Je nach Trachtangebot kann sogar mehrmals im Jahr Honig geerntet werden. Frühtrachthonige (vor allem Rapshonig) werden Ende Mai / Mitte Juni, Sommertrachthonig (zum Beispiel Lindenhonig) Ende Juli und Heidehonig sogar erst im Herbst geerntet. Honigtau ist nicht in jedem Jahr vorhanden, sodass die Honigtauhonige unregelmäßig und seltener geerntet werden können.

Ist der Honig erntereif, beginnt erneut eine arbeitsintensive Zeit für den Imker. Vor dem Abfüllen des Honigs in die Honiggläser ist noch Einiges zu tun.

Es wird

  • entdeckelt
  • geschleudert
  • gesiebt
  • abgeschäumt
  • geschüttelt oder gerührt?

 

Geschüttelt oder gerührt ...

... ist hier nicht die Frage, sondern eher "gerührt" oder "nicht gerührt".

In der Honigwabe und in frisch geschleudertem Zustand liegen die Honigzucker in gelöster Form vor. Der Honig ist klar und dünn- bis zähflüssig, da er (der Honig) physikalisch betrachtet eine gesättigte Zuckerlösung darstellt, in der sich alle Zuckerarten in gelöster Form befinden.

Fast jeder Honig neigt früher oder später mehr oder weniger dazu auszukristallisieren. Dies ist abhängig von der Honigsorte, also von der Zusammensetzung der enthaltenen Honigzucker. Rapshonig kristallisiert z.B. schneller als Waldhonig, der spät bis gar nicht kristallisiert. Verhindert werden kann die Kristallisation nicht; sie kann nur gesteuert werden.

Durch tägliches Rühren des Honigs wird erreicht, dass sich nicht wenige große, sondern viele kleine Kristalle bilden. Der Honig bekommt eine cremige Struktur.

Ob cremig oder flüssig, Honig bleibt das süße Gold.

Mit Gold aufgewogen wird aber weder der in Deutschland erzeugte Honig (etwa 20-25% des in Deutschland verbrauchten Honigs wird von heimischen Bienen produziert) noch die wichtige Bestäubungsleistung der Bienen. Die Wertschätzung unserer Bienen und der Imker in Deutschland bleibt auf der Strecke.

Im Handel werden Importhonige angeboten, die häufig nicht den hohen deutschen Qualitätsanforderungen (und leider auch nicht den gesetzlichen Vorgaben) in Herstellung und Bearbeitung entsprechen, dafür aber mit unschlagbar günstigen Preisen punkten. Die Bestäubungsleistung der Bienen in der eigenen Region wird beim Kauf dieser günstigen Importhonige natürlich nicht miterworben.

Bienen auf der WabeBienen auf der Wabe

 

 

 

Ausgeschnittene Waben für den sog. WabenhonigAusgeschnittene Waben für den sog. Wabenhonig

 

 

 

 

Kurz vor dem Schleudern werden die Waben entdeckelt.Kurz vor dem Schleudern werden die Waben entdeckelt.

 

 

 

 

Frischer Honig fließt aus der Honigschleuder und wird gleich vorgesiebt.Frischer Honig fließt aus der Honigschleuder und wird gleich vorgesiebt.

 

 

 

 

Endlich ist der Honig im Glas.Endlich ist der Honig im Glas.

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