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An dieser Stelle finden Sie unsere Monatsberichte, in denen wir etwas detaillierter schildern, was wir an den Ständen tun und warum wir es tun. Fachbegriffe werden im Glossar erläutert

Hier erfahren Sie, was an den Bienenständen gerade los ist. Sind die Völker gut aus dem Winter gekommen? Wie läuft die Frühjahrsentwicklung, die Durchlenzung und haben schon Reinigungsflüge stattgefunden? Schwarmstimmung, und jetzt? Honigernte, Auffütterung und Einwinterung, wie funktioniert das alles?

Wir beschreiben hier die imkerlichen Arbeiten im Jahresverlauf. Was muss getan werden, um die Bienen in Ihrer Entwickung zu unterstützen, Schwärme zu vermeiden und die Bienen vor Krankheiten zu bewahren?


Juni 2020

Trotz regelmäßiger Kontrollen sind erste Schwärme sind gefallen. Zum Glück konnten wir alle einfangen und in neue Beuten einlogieren. Es ist immer noch ein besonderes Schauspiel, einen Schwarm beim Auszug beobachten zu können. Auch der Einzug in die Beute ist sehenswert. Bis Mitte/Ende Juni werden die Völker weiter wöchentlich kontrolliert und erweitert. Zurzeit blüht die Linde in der Region und bietet den Bienen die letzte Massentracht. Das heißt für uns, weitere leere Honigräume auf die Bienenvölker setzen. Viele Honigräume sind schon voll und werden nach Ende der Lindeblüte abgeschleudert.


Mai 2020

Im Wonnemonat Mai ist nicht nur für uns Imker viel zu tun. Die Bienenkönigin legt bis zu 2.000 Eier am Tag und so wachsen die Völker unaufhörlich bis zur Sommersonnenwende am 21. Juni. Wir schauen in wöchentlichem Rhythmus in jedes Bienenvolk, hängen neue Mittelwände in die Bruträume, um der Königin Platz für`s Eierlegen zu geben und setzen neue Hönigräume auf. Bei ca. 60 Völker kann sich Jeder vorstellen, wieviel Arbeit dahintersteckt. Auch der Mai war viel zu trocken und bis auf einen kleinen Temperatureinbruch Mitte Mai warm. Ende Mai haben wir mit der Königinnenzucht begonnen. Wenn alles gut geht, werden wir nach der diesjährigen Ernte Buckfast Bioland Reinzuchtköniginnen in einem Großteils unserer Bienenvölker einweiseln. Es bleibt spannend, wie sich die neuen Königinnen weiter entwickeln.


April 2020

Wie war`s im April doch trocken und sonnig! Gut für unsere Vitamin-D Produktion, aber nicht unbedingt gut für unsere Bienen. Im schönsten Sonnenschein konnten die Bienen an vielen Tagen zu Sammelflügen aufbrechen. Der Nektareintrag (aus dem Nektar entststeht der Honig) war bei den Völker jedoch sehr unterschiedlich. Völker, die an eher feuchten Standorten stehen, haben bereits mehrere Honigräume (Halbzargen) gefüllt. Je trockener es ist, desto weniger Nektar stellen die Pflanzen bereit. An einigen Standorten mußten wir genau auf den Futtervorrat der Völker achten, da mehr verbraucht als eingetragen wurde.

Impressionen

Am Monatsende haben wir bei den Völkerdurchsichten viele Brutwaben gesehen, die bis in die Wabenecken mit Brutzellen gefüllt sind. Die Löcher im Brutnest stehen Heizerbienen zur Verfügung. Die Bienen können Ihre Flügel auskuppeln und durch Muskelkontraktion Wärme erzeugen. So temperieren die Bienen das Brutnest. Die Wasserholerinnen sind ebenfalls fleißig. Die eingetragene Feuchtigkeit wird über Verdunstungskälte ebenfalls zur Temperierung genutzt.


März 2020

Die Kirsche beginnt am 09.03. zu blühen, gute 5 Wochen zu früh. Wenigstens hat es bis jetzt ordendlich geregnet, sodass hoffentlich genug Wasser im Boden ist, um alle Pflanzen gut in ein schönes Frühjahr starten zu lassen. Mitte März haben wir bei sonnigem Wetter die Frühjahrsdurchsicht durchgeführt. Bis auf drei drohenbrütige Völker, die wir leider auflösen mussten, sind alle Völker gut durch den Winter gekommen. Futter ist in den Bienenvölkern noch ausreichend vorhanden und wird bis zum großen Blühen im April reichen. Sicherheitshalber haben wir dies zwischnzeitlich nochmals kontrolliert. Die Völker brüten unterschiedlich stark; je nach Legeleistung der Königin. Zurzeit findet die Durchlenzung statt und die Völker wachsen noch nicht so stark an. Ab die Mitte der zweiten Aprilwoche sollen die Temperaturen ansteigen.

Die Bienen sind bereit.


Februar 2020

Es ist gekommen, wie schon im Dezember angedeutet. Wegen des viel zu warmen "Winters" (der wärmste seit Beginn der Aufzeichnung von Wetterdaten) haben fast alle Völker komplett durchgebrütet und stehen in den Startlöchern. Da sie aber z.B. anhand der Tageslänge erkennen können, das noch kein Frühjahr sein kann und auch noch kein richtiges Flugwetter herrscht, bleiben sie natürlich schön zuhause.

Durch die warmen Tage gegen Ende des Monats fing vieles, was erst später blüht, schon jetzt an zu blühen, aber die Bienen sind noch nicht soweit.


Januar 2020

Draussen, bei den Bienenvölkern, gibt es im Moment nicht viel zu tun. Es heisst warten, warten, warten. Die für viele Imkerinnen und Imker ungemütlichste Zeit, da wir nicht so genau wissen, was unsere Immen im Moment so treiben.

Wir nutzen diese Tage also, um das nächste Bienenjahr vorzubereiten. Müssen Beuten neu besorgt oder repariert werden, sind genug Mittelwände bevorratet, ist der Bienenkeller ordentlich aufgeräumt usw. usw. Auch administrative Arbeiten wie z.B. die Meldung bei der Tierseuchenkasse beim Landwitschaftsministerium oder die Bezahlung von Vereinsbeiträgen und Versicherungsprämien können jetzt gut erledigt werden.


Dezember 2019

Die vielen nassen und zu warmen "Wintertage" verheissen nichts Gutes. Uns (und den Bienen auch) wäre es lieber, der Winter ist lang, kalt und trocken. Wärme bedeutet eine unnatürliche Bruttätigkeit während einer Jahreszeit, in der natürlicherweise gar nicht gebrütet wird. Das wiederum bedeutet einen hohen Energieverbrauch (die Brut muss ja gefüttert und vor allem gewärmt werden), also Futterverbrauch. Wir füttern im Herbst zwar sehr großzügig ein, deutlich mehr als rein rechnerisch nötig wäre, aber bei einem jetzt evtl. stattfindenden Kälteeinbruch besteht die Gefahr, das sich die jetzt relativ "breit" sitzenden Bienen zu einer kleineren Traube zusammenziehen und aus diesem Grunde vom Futter "abreissen" (siehe auch im Glossar). Sie würden dann auf prall gefüllten Futterwaben verhungern. Für uns heisst es also, die Völker jetzt gut im Blick zu behalten. damit ihnen nichts passiert. Eine weitere Volke des Klimawandels.


November 2019

Es ist kühler geworden, viele Blätter hängen nicht mehr an den Bäumen und auch für die Pollensammlerinnen gibt es draussen nicht mehr viel zu tun, da nur noch vereinzelt blühende Pflanzen zu finden sind. Die Bienen ziehen sich zurück und es ist nicht viel zu sehen von Ihnen. An sonnigen Tagen über 10°C kann dennoch Flugverkehr beobachtet werden, da jetzt jede Gelegenheit für Reinigungsflüge genutzt wird: denn "das große Geschäft" wird aus hygienischen Grüden nur ausserhalb der eigenen Behausung erledigt.

Wir haben aber trotzden genug zu tun: die eingelagerten Werkzeuge, die im Moment nicht benötigten Zargen und andere Gerätschaften werden überprüft und für das nächste Bienenjahr vorbereitet. Ist genug Wachs vorhanden? Muss eventuell noch etwas Honig abgefüllt werden?

Eine letzte Behandlung gegen die Varroa hat ebenfalls stattgefunden, ob alles zu unserer Zufriedenheit gelaufen ist, werden wir Mitte bis Ende Dezember erfahren. Dann findet nocheinmal ein "Milben-Zensus" statt


Oktober 2019

Die Bienenvölker sind immer noch groß und stark (durchschnittlich besteht ein Völk jetzt noch aus ca. 10.000 Bienen, im Sommer sind es ja bis zu 50.000 Bienen), aber die Population geht jetzt zurück, damit ja nicht zu viele überflüssige "Fresser" mit durch den Winter geschleppt werden müssen. Alles eine Frage der Ökonomie.

Auch die Varroazählung hat uns (positiv) überrascht. Fast alle Völker lagen deutlich bis sehr deutlich unter der Schadensschwelle. So haben wir einige Völkern einer Sonderbehandlung unterzogen und können jetzt entspannt auf die letzte Varroabehandlung im November warten.

Wir widmen uns jetzt erstmal weiter der Honigverarbeitung und -abfüllung.


September 2019

Die Bienen haben das Winterfutter gut angenommen, sodass wir jetzt auch die letzten Zargen abräumen konnten. In diesen 2 letzten (schmalen) Zargen befand sich das Futtergeschirr, aus dem die Bienen das Futter nach unten in den verbleibenden Brutraum holten und es dort eingelagert haben. Auf diesen jetzt prall gefüllten Waben wird das Bienenvolk den Winter über sitzen und hat so das Futter immer in der Nähe. Da wir immer sehr großzügig einfüttern, müssen wir uns keine Sorge über Futterknappheit im Frühjahr (dann erst kommen die kritischen Phasen) machen.

Neben der Honigverarbeitung ist jetzt auch die Beobachtung des Varroa-Befalls ein wichtiges Thema. Da können wir im Moment noch entspannt sein, da die im Frühjahr und Sommer durchgeführten biotechnischen Verfahren gut gewirkt haben.


August 2019

Die sensationelle Milbenfreiheit (sie auch Varroamilbe) aller Völker (bis auf eine einzige Ausnahme) lässt uns momentan viel Raum, um uns um den geschleuderten Honig kümmern zu können. Nach dem Schleudern ruht er einige Tage, danach wird abgeschäumt und dann gerührt, gerührt und gerührt. Durch diese Rührvorgänge wird der (irgendwann zwangsläufig) einsetzende Kristalisationsprozess unter Kontrolle gehalten und gesteuert. Am Ende steht dann ein cremiger Honig, bereit für die Abfüllung und bereit für den Genuss. Wer gerne etwas mehr über cremigen Honig und den Weg dorthin erfahren möchte, schaue HIER.

Auch die Winterauffütterung hat nun begonnen. Da wir das Winterfutter der Bienen (den Honig) gerne auf unser Frühstücksbrötchen geben, müssen wir natürlich Sorge dafür tragen, dass die Damen bis in den kommenden April hinein immer genug Futter haben.


Juli 2019

Der Juli ist der Monat des Schleuderns. Nach dem Verblühen der Linde (die letzte große Tracht für Bienen) geben wir den Bienen noch etwas Zeit, bevor wir den Honig ernten. In diesem Jahr war diese Warte-Woche auch regnerisch, was dazu führt, dass die Damen schön zu Hause bleiben und sich um den Honig kümmern. Der Honig wird von den Bienen noch weiter verarbeitet und getrocknet. So konnten wir fast ausschließlich perfekt verdeckelte Honigwaben entnehmen.

Zur Erne wird dazu eine sog. Bienenflucht (eine Art Einbahnstraße für Bienen, funktioniert ähnlich einer Reuse) zwischen Brut- und Honigraum gelegt, welche die Honigräume fast bienenfrei macht. So ist eine für alle Beteiligten stressfreie und bienenfreundliche Ernte möglich. Gleichzeitig gab es eine erste kleine Portion Winterfutter.

Auch die herbstliche Varroabehandlung startet jetzt, erste Zählungen ergaben sensationell gute Ergebnisse, die harte Arbeit im Verlauf des Frühjahrs hat sich also gelohnt.


Juni 2019

Endlich wurde es richtig sommerlich, allerdings auch mit extrem sommerlichen Temperaturen. Das hatte Folgen, an die wir kaum noch glauben wollten. Quasi von einem Tag zum anderen fand wegen der warmen Temperaturen soviel Flugverkehr statt, dass wir das ein oder andere Mal gerufen wurden, ob wohl gerade ein Schwarm abgehen würde. Dem war aber nur 2x so, und auch beide konnten wieder eingefangen werden. Die erhöhte Flugtätigkeit mit allem , was fliegen konnte, führte dazu, das Unmengen Nektar eingetragen wurde und der Platz für die Königin langsam eng wurde. So waren wir viel unterwegs, um den Bienen Raum zu geben (neue Honigräume, Platz im Brutraum schaffen).

Um leere Honigzargen zu bekommen, wurde auch schon zwischengeschleudert, dennoch kamen wir nicht drumherum, auch neue Honigzargen anzuschaffen.

Nebenbei haben wir noch kleinere Königinnen-Völker geschaffen. Die darin heranwachsenden jungen "Mütterchen" werden uns im Herbst dabei helfen, ein jedes Volk mit älteren oder schwachen Königinnen mit neuen Staatsoberhäuptern auszustatten.

Schwarmfang

Heute berichten wir einmal über den immer wieder spannenden Schwarmfang. Das Schwarmverhalten eines Bienenvolkes ist ein völlig natürlicher und für Betrachter in der Regel ungefährlicher Vorgang. Das Schwärmen sollte aber dennoch verhindert werden, da abgeschwärmte Völker nicht gegen die Varroamilbe behandelt werden können und dann diese Milbe auch weitertragen.

Es gilt beim Schwarmfang die Königin zu erwischen. Wenn sie mit der Schwarmfangkiste eingefangen wurde, kommen alle Bienen zu Ihrer Königin zurück. Dazu wird die gesamte im Baum hängende Bienen-Traube in besagte Kiste abgeschüttelt und mit einem speziellem Gitter abgedeckt, das nur Durchlass für die Arbeiterinnen, nicht aber für die Königin gewährt. Dann wir alles in eine Bienenbeute umgesetzt und gewartet. Wenn alles geklappt hat, sammeln sich alle Bienen in Ihrem neuen Zuhause und können an den neuen Standort gebracht werden. Dort entwickelt er sich hoffentlich, wie es sich für einen Schwarm gehört: problemlos und prächtig.


Mai 2019

Mitte Mai hat sich an den kühlen Temperaturen im Vergleich zu Ende April noch nicht viel geändert. Mit den bekannten Folgen. Die Völker wachsen und wachsen, sind aber leider auch häufig ungehalten, weil das schlechte (=zu kühle) Wetter intensive Sammelflüge nicht zuläßt.

Bis jetzt haben auch unsere Schwarmverhinderungsmaßnahmen sehr gut gegriffen. Bisher ist kein Bienenvolk geschwärmt. Dies liegt sicher auch am kalten Wetter. Es ist einfach zu kühl zum Schwärmen.

Gegen Ende des Monats wurde es dann endlich doch etwas wärmer, aber so richtig frühlingshaft? Die Bienen sind auf jeden Fall sehr froh, dass sie endlich wieder so arbeiten können, wie sie es möchten, nämlich unermüdlich. Wir merken es ganz deutlich daran, dass sich die Honigräume wieder zu füllen beginnen.

Uns kommen die Bienen im Moment vor wie 100-Meter-Sprinter, die den Startschuss schon vor Wochen erwartet haben und sich dennoch mit einer Aufwärmrunde nach der anderen vertrösten müssen.

Übrigens: die 3 Bienenvölker auf den Dächern von Notre-Dame in Paris haben den verheerenden Brand am 15.April überlebt.


April 2019

Anfang des Monats wurde es endlich warm und die Bienenvölker wuchsen explosionsartig. Allerhöchste Zeit, die Honigräume aufzusetzen. In den Honigräumen wird von den Bienen der produzierte Honig getrocknet, eingelagert und durch einen Wachsdeckel verschlossen .

Ab jetzt stehen wöchentliche Kontrollen der Beinenvölker an. Wie entwickeln sich die Bienenvölker, ist ein Volk in Schwarmstimmung? Als verantwortungsbewußte Bienenhalter müssen wir verhindern, dass ein Schwarm abgeht, obwohl es ein völlig natürliches Verhalten ist. Ausführliche Informationen dazu gibt es im Glossar unter dem Stichwort Schwarm. Auch die Fluglöcher werden auf maximale Größe geöffnet, da jetzt keine Räubereigefahr mehr besteht.

Das Wetter war so gut, dass wir mit dem Aufsetzen der Honigräume kaum nachkamen. Mitte des Monats wurde es allerdings wieder kälter und zu trocken war es außerdem. Das Ergebnis: viel von dem eingetragenen Honig wurde von den Bienen selbst verbraucht und die wenigen "Flugtage" sorgten dafür, dass keine großen Honigvorräte angelegt wurden. Die Kälte sorgte auch dafür, dass die Königinnen einiger Völker Ihre Bruttätigkeit zurückgefahren haben oder sie ganz einstellten.


März 2019

Im Zuge einer weiteren Frühjahrsdurchsicht (wir kontrollieren den Allgemeinzustand der Beuten, des Bienenvolkes und die verbleibende Futtermenge) stellten wir fest, dass alles wunderbar läuft: stark ausgewintert, schöne Brutnester, genug Futter bis zur Kirschblüte)


Februar 2019

Ein kurzer Blick in die Völker im Zuge der Frühjahrsdurchsicht war sehr positiv: Alle Bienenvölker haben den Winter überlebt. Viele Königinnen brüten schon wieder. Eine Futterkontrolle ergab, dass bis zur Kirschblüte noch genug Futter in den Völkern vorhanden ist. Also: alles in Ordnung.

Jetzt gibt es für uns erstmal nicht viel zu tun. Es heißt Geduld haben, die Bienen machen lassen und auf die ersten warmen Frühlingstage mit Bienenflug zu warten.


Januar 2019

Bienen überstehen den längsten und kältesten Winter, wenn Sie genug Futter haben. Futter bedeutet Energie und Wärme und damit auch das Überleben. Im noch so kalten Winter können Bienen, die jetzt in einer großen Traube dichtgedrängt zusammensitzen, diese Traube auf konstant 27°C aufheizen.


Dezember 2018

Die Völker ziehen sich jetzt immer mehr zurück und werden in diesem Zyklus auch wieder kleiner. Während um Mai/Juni herum die Bienenpopulation noch ca 40.000 bis 50.000 Bienen betrug, sind es jetzt ca 8.000 Bienen und im Frühjahr, bevor durch den natürlichen Kreislauf alles wieder von vorn beginnt, noch ca 4.000 bis 5.000 Bienen.

Jetzt gibt es draußen an den Bienenständen nicht mehr viel zu tun. Alle Arbeiten sind für dieses Jahr abgeschlossen. Wir fangen allerdings jetzt an, das nächste Bienenjahr vorzubereiten. Alle liegengebliebenen Arbeiten müssen ja auch noch erledigt werden. Das jetzt nicht benötigte und eingelagerte Material wird durchgesehen, gesäubert und wenn nötig repariert. Eventuell stehen auch Neuanschaffungen an.

Jetzt ist auch die richtige Zeit das Bienenjahr Revue passieren zu lassen. Wie haben sich die Bienenvölker entwickelt, was können wir an unserer Betriebsweise verbessern, um die Bienen in Ihrer Entwicklung zu stärken?

Wir beginnen damit unsere Zeitplanung für das nächste Bienenjahr fertigzustellen und überlegen, wieviele neue Bienenvölker benötigt werden, um den Bestand unserer Bienenvölker zu verjüngen. 

Die Nächte werden jetzt kälter. Mehrfach haben wir schon Temperaturen unter 0°C gemessen. So werden die Völker in ca. 3 Wochen brutfrei sein, welches eine Vorraussetzung für die Schlussbehandlung gegen die Varroamilbe ist. Wenn die Restentmilbung abgeschlossen ist, gilt es auf das Frühjahr zu warten.


November 2018

Das Bienenjahr neigt sich langsam dem Ende zu. Die Auffütterung ist abgeschlossen, danach wurde eine Varroabehandlung durchgeführt. Da die Temperaturen in den Nächten jetzt schon unter 0°C fallen, kann in ca. 3 Wochen, wenn die Völker brutfrei sind, eine Schlussbehandlung gegen die Milbe durchgeführt werden.

Wegen der vielen warmen Tage haben wir die Möglichkeit genutzt, um noch einen kleinen Schwung Winterfutter zu geben.

Ab jetzt stehen nur noch allgemeine Kontrollen und die Restentmilbung auf dem Fahrplan. Sie wird voraussichtlich Ende November/Anfang Dezember stattfinden.


Oktober 2018

Unter jedes Volk wurde eine weiße Platte geschoben, das sog. Varroazählbrett. Auf dieser Platte sammelt sich in drei Tagen der natürliche Milben-Totenfall, den wir dann zählen. Aus dem Ergebnis können wir schlussfolgern, wieviele Varroen sich im Volk befinden und die Behandlung darauf abstimmen.

Die gefallenen Milben jedes Volkes werden ausgezählt. Das Ergebnis der Milbenzählung hat ergeben, dass sich der Varrorabefall nur bei einigen wenigen Völker nahe der Schadensschwelle befindet und kein hoher Milbenbefall zu beobachten ist. Diese Völker werden dennoch einer "sanften" Ameisensäurebehandlung unterzogen, um die Restentmilbung gegen Ende des Jahres zu erleichtern. Nur ein konsequentes und erfolgreiches  Vorgehen gegen diesen Schädling kann gewährleisten, dass die Bienen gut durch den Winter kommen und entsprechend stark in das nächste Jahr starten können. Haben wir die Milbe im Griff, haben wir auch alles andere im Griff und ermöglichen es den Bienen, sich selbst zu schützen.


September 2018

Bevor wir uns wieder der Varroabehandlung zuwenden, erhalten die Bienen ihre zweite Portion Winterfutter. Durch Wiegen wird ermittelt, wieviel wir noch zufüttern müssen. Die anschließende Varroabehandlung ist wichtig, weil sie auch darüber entscheidet, wie die Völker die Winter überstehen und sich im nächsten Frühjahr entwickeln werden.

Da wir direkt zur Honigernte Mitte Juli schon 7 Kilo pro Volk eingefüttert haben, hat bis jetzt jedes Volk 14 bis 15 Kilo Futter erhalten. Nur mit ausreichenem Honigvorrat und einer anschließenden (erfolgreichen) Varroabehandlung kommen die Völker gut über den Winter, ohne krank zu werden oder noch im Frühjahr zu verhungern.


August 2018

Die erste frühherbstliche Varroa-Kontrolle ergab wirklich gute Ergebnisse. Bei den meisten Völkern konnten wir nicht mehr als eine Milbe in 3 Tagen zählen. Das entspricht einem natürlichen Totenfall von 0,33 Milben pro Tag. Da die Schadensschwelle bei 10 Milben pro Tag liegt, haben unsere biotechnischen Verfahren der totalen Brutentnahme und der Nutzung des Baurahmens sehr gut gegriffen.

Die Honigräume sind mittlerweile abgeräumt und die Waben ausgeschleudert. Der Honig muss jetzt noch abgeschäumt, gesiebt, gerührt (=cremig gemacht), abgefüllt und etikettiert werden. Die beiden noch auf der Bienenbeute verbliebenen Zargen beinhalten schon die erste Futterration für den Winter. Nach und nach gibt es ab jetzt mehrere Portionen Winterfutter und auch die Varroabehandlung wird bald durchgeführt.


Juli 2018

Bei den schmalen Zargenelementen, die beim Vergrößern der Fotos erkennbar sind, handelt es sich um Zwischenböden. Sie beinhalten die sogenante Bienenflucht, die eine Einbahnstraße für Bienen darstellt. Der Zweck ist es, die Honigräume vor der Ernte für Imkerin und Bienen stressfrei bienenleer zu bekommen. Weil Bienen immer die Nähe ihrer Königin suchen, leeren sich die Honigräume binnen zwei Tagen von alleine. So müssen die Bienen bei der Honigernte nicht abgefegt werden.


Juni 2018

Nach der Sommersonnenwende am 21.6. fangen die Bienen an, sich auf den Winter vorzubereiten. Bald wird die Sommertracht geschleudert und wenig später gibt es den ersten Honig.


Mai 2018

Bald werden auch die Völker von den übervollen Honigräumen "befreit" und es wird geschleudert. Dadurch wird Platz für neue Honigzargen geschaffen, die Immen sind nämlich immer noch unendlich fleißig.

Starken Wirtschaftsvölkern konnte erneut ein weiterer Honigraum gegeben werden. Unglaublich fleißig, die Bienen. Allerdings hatten wir auch einen Schwarm einzufangen, der bei schönstem Flugwetter abgegangen ist. Dank der Unterstützung hilfreicher Nachbarn und Nachbarinnen war das aber kein großes Problem. Aus dem Schwarm ist ein neues Volk entstanden, das wir nun auf einem anderen Stand aufgestellt haben. Dort sammeln die Bienen dieses neuen Volkes bereits wieder Pollen und Nektar.


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